Die 7 größten Automythen: Was ist wirklich dran?
Weiden in der Oberpfalz, 27. April 2023. Rund ums Auto kursieren seit Jahrzehnten unzählige Mythen, Legenden und Gerüchte. Doch wie viel Wahrheitsgehalt steckt wirklich dahinter? ATU Experte Christopher Lang verrät, welche Mythen tatsächlich wahr und welche nichts weiter als Märchen sind.
1. Barfuß und nackt fahren ist verboten
Grundsätzlich ist barfuß oder nackt Autofahren nicht verboten. „Kommt es jedoch zu einem Unfall, kann das Fahren ohne Schuhe oder mit Flip-Flops als Fahrlässigkeit ausgelegt werden. Dann können auch versicherungsrechtliche Konsequenzen drohen“, weiß ATU Experte Lang. Auch eine Autofahrt im Adamskostüm ist an sich nicht verboten – fühlen sich Mitmenschen aber dadurch belästigt, droht ein Bußgeld. Fazit: Mythos!
2. Der hintere Verkehrsteilnehmer hat bei einem Verkehrsunfall immer Schuld
Prinzipiell gilt bei Auffahrunfällen, dass der Hintermann die alleinige Schuld am Unfall hat. „Bremst das vorausfahrende Fahrzeug plötzlich und ohne Grund ab oder setzt einfach zurück, müssen die Schuldverhältnisse im Nachgang mithilfe von Zeugenaussagen, Skizzen oder Fotos richtiggestellt werden“, erklärt der Fachmann. Fazit: Oft wahr, aber nicht immer.
3. E-Autos gehen bei einem Unfall in Flammen auf
Es ist höchst unwahrscheinlich, dass ein Elektroauto bei einem Zusammenstoß in Flammen aufgeht. Kommt es zu einem Unfall, wird die Batterie automatisch über einen Notfallschalter von den anderen Hochvolt-Komponenten getrennt. Zu einem Fahrzeugbrand kann es unter Umständen nur kommen, wenn durch den Unfall die Schutzmechanismen der Antriebsbatterie beschädigt werden. Fazit: Ab ins Märchenreich.
4. Autos mit Automatikgetriebe verbrauchen mehr Sprit
Diese Aussage ist heutzutage überholt. „Gerade neue Automatikgetriebe sind oft sogar sparsamer als Handschalter. Das liegt daran, dass sie meist mehr Gänge als Schaltgetriebe haben und dadurch öfter mit optimaler Motordrehzahl laufen“, schildert ATU Experte Christopher Lang. Fazit: Der Mythos erweist sich also als Märchen.
5. Schwarze Autos heizen sich im Sommer mehr auf als andere
Dass ein schwarzes Auto im Sommer zur Sauna mutiert, ist ein weit verbreiteter Irrglaube. „Auch wenn sich Hitze auf schwarzen Flächen schneller entwickelt, hat dies keine messbare Auswirkung auf die Temperatur im Fahrzeuginnenraum“, klärt der ATU Experte auf. „Vielmehr ist die Größe der Glasflächen ausschlaggebend.“ Fazit: Ab ins Märchenreich.
6. Im Auto ist man vor Gewittern geschützt
„Bei einem Gewitter fungieren Fahrzeuge als faradayscher Käfig. Da die Karosserie aus Metall besteht, leitet sie die Blitzenergie nicht nach innen, sondern nach außen ab und schützt die Insassen“, erläutert Lang. Fahrer:innen sollten dennoch während eines Gewitters möglichst nicht unter einem Baum parken und die Fenster geschlossen halten. Fazit: Korrekt.
7. Winterreifen verschleißen im Sommer schneller
„Winterreifen sind auf kältere Temperaturen ausgelegt und werden bei Hitze instabil und verschleißen aufgrund der weicheren Gummimischung schneller“, weiß der Fachmann. Zudem ist der Kraftstoffverbrauch mit Winterreifen im Sommer deutlich höher. Reifenwechseln lohnt sich also! Fazit: Das stimmt.
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